Education for Human Futures
Wie bereiten wir junge Menschen auf eine Zukunft vor, die wir selbst noch nicht kennen?
Impulse, Workshops und Beratung zu Sprachen, Philosophie und Demokratiebildung im Zeitalter von AI.
Für Schulen und Bildungsinstitutionen: von der Umsetzung der neuen Curricula bis zur eigenen Bildungsvision.
Education
Schule endet mit einem Abschluss. Was sie jungen Menschen wirklich mitgibt, zeigt sich erst danach: in einem Leben, das sie selbst gestalten, mit einer eigenen Persönlichkeit, einer Arbeit, die zu ihnen passt, und genug innerer Stärke, um auch schwierige Zeiten zu bestehen. Und darin, ob sie als Bürger*innen ihren Teil zu einem friedlichen Zusammenleben beitragen.
Die Reform als Anlass. Die aktuellen Curriculumreformen stellen Schulen vor konkrete Fragen: Was ändert sich im Fremdsprachenunterricht, in der Demokratiebildung, in der Medienbildung, in der Philosophie? Und wie hängt das eigentlich zusammen? Gerade in diesen Verbindungen liegt viel Potenzial, das in der Umsetzung leicht verloren geht.
Schule als Ganzes. Bildung ist eine Aufgabe der ganzen Schule. Sie gelingt dort am besten, wo eine Schule weiß, wofür sie steht, und wo diese Vision im Unterricht spürbar wird.
Im Zentrum steht dabei nicht zuerst ein Fach, sondern der Mensch.
Human
Menschlichkeit lernt man nicht allein. Man lernt sie in der Begegnung mit anderen: beim Hineinfinden in eine fremde Sprache, im gemeinsamen Nachdenken über Fragen, auf die es keine einfache Antwort gibt, in der Auseinandersetzung mit Menschen, die anders denken. Kaum ein Ort bietet dafür so viel Gelegenheit wie die Schule.
Sprache und Begegnung
Wer eine andere Sprache spricht, bekommt Zugang zu einer anderen Welt. Literatur öffnet Erfahrungen, die nicht die eigenen sind. Im Sprach- und Literaturunterricht wird Vielfalt vertraut, und Verständnis für andere kann wachsen.
Urteilen
Was ist gerecht? Wem kann ich glauben? Wie gehe ich damit um, dass andere anders denken? Solche Fragen beschäftigen Jugendliche mehr, als man oft annimmt. Wer ihnen im Unterricht Raum gibt, stärkt ihre Urteilskraft und das Gefühl, mit den eigenen Fragen ernst genommen zu werden und dazuzugehören.
Zusammenleben
Demokratie ist mehr als eine Staatsform. Sie ist eine Art, miteinander zu leben. Junge Menschen lernen sie, indem sie mitreden, mitentscheiden und erfahren, dass Konflikte und unterschiedliche Meinungen dazugehören. Freiheit, Gleichheit und Solidarität lernt man nicht aus dem Lehrbuch, sondern im Umgang miteinander.
Genau diese drei Ebenen, wie wir kommunizieren, wie wir urteilen und wie wir zusammenleben, werden durch AI neu herausgefordert.
Futures
Wer 2026 eingeschult wird, verlässt die Schule um 2040. Wie die Welt dann aussieht, weiß niemand. Dass AI sie prägen wird, steht fest. Darum spreche ich von Futures im Plural: Es gibt nicht die eine Zukunft, auf die wir junge Menschen vorbereiten können. Sie müssen mit verschiedenen Zukünften umgehen können, beweglich genug, um sich neu zu orientieren, und gefestigt genug, um dabei den Halt nicht zu verlieren.
Was junge Menschen in einer Welt mit AI brauchen, ist keine Technikfrage. Es ist die Frage, wie sie kommunizieren, urteilen und zusammenleben. Und diese Frage stellt sich neu, denn AI verändert nicht einzelne Aufgaben, sondern ganze Bereiche unseres Lebens.
Wissen und Vertrauen
Bisher hieß Wissen vor allem, selbst etwas zu wissen. Wenn AI jederzeit Antworten liefert, heißt Wissen zunehmend: einschätzen können, wem man glaubt und aus welchen Gründen.
Sprache und Perspektive
Wenn AI jede Sprache übersetzt, verliert das Sprachenlernen seine alte Begründung und gewinnt eine neue: Wer eine Sprache lernt, erfährt die Perspektivität des eigenen Denkens. Das nimmt einem keine Übersetzung ab.
Beziehung und Nähe
Zuwendung kam bisher von Menschen. Heute besprechen immer mehr Jugendliche persönliche Fragen mit AI, die immer verfügbar ist und nie urteilt. Damit verändert sich, was Beziehung bedeutet. Junge Menschen müssen erfahren, was menschliche Nähe ausmacht: ein echtes Gegenüber, das auch mal widerspricht.
Demokratie und Mitsprache
Entscheidungen, die uns alle betreffen, werden zunehmend von AI-Systemen mitgeprägt, und in ihnen stecken Werte und Interessen. Mündige Bürger*innen durchschauen das nicht nur, sie reden mit.
Die aktuellen Curriculumreformen bieten dafür gute Anknüpfungspunkte. Es lohnt sich, von dort aus weiterzudenken.
Angebot
Mitdenken
Gemeinsam mit Schulen und Bildungsinstitutionen denke ich über die Zukunft ihrer Bildung nach: in Impulsen, Workshops und längerfristiger Begleitung.
Für Schulleitungen
Wofür steht Ihre Schule in zehn Jahren, und wie wird das im Unterricht sichtbar? Welche Verbindungen zwischen Fächern werden wichtiger, wenn Wissen jederzeit verfügbar ist? Was bedeutet AI für die Rolle Ihrer Lehrkräfte?
Ich begleite Schulleitungsteams dabei, eine eigene Bildungsvision zu entwickeln und in konkrete Schritte zu übersetzen.
Für Lehrkräfte und Fachgruppen
Wie stärkt man die Urteilskraft von Jugendlichen und ihre Bereitschaft, sich in die Gesellschaft einzubringen? Wie fördert man demokratische Resilienz: die innere Stärke, an gemeinsamen Werten festzuhalten, wenn Polarisierung und AI verändern, wie junge Menschen sich informieren und eine Meinung bilden? Was heißt Sprachenlernen, wenn übersetzt werden kann?
Workshops und Trainings für Fremdsprachen und Philosophie sowie zu Demokratiebildung im ganzen Unterricht, praxisnah und mit Blick auf die neuen Curricula.
Für Bildungsinstitutionen und Netzwerke
Impulsvorträge und Tagesmoderation für Kongresse, Studientage, Hochschulen und Verbände zu Bildung, Sprache und Demokratie in einer Welt mit AI.
Jede Zusammenarbeit beginnt mit einem Gespräch über Ihre Fragen.
Schreiben Sie mir
mail@annarosenbaum.net
Über mich
Ein Ort der Begegnung
Schule war für mich schon als Schülerin vor allem ein Ort der Begegnung: im Theater, im Chor, bei Schüleraustauschen. Dieses Bild hat mich nicht mehr losgelassen.
Im Studium der Germanistik, Philosophie, Hispanistik und Erziehungswissenschaften an der Universität zu Köln haben mich die Fragen des Zusammenlebens gepackt: Wie gehen wir mit moralischen Meinungsverschiedenheiten um? Wie hängen Gefühl und Vernunft im Urteilen zusammen? Wann kann ich mich auf das verlassen, was andere sagen? Diesen Fragen bin ich drei Jahre am Lehrstuhl für Erkenntnistheorie nachgegangen. Heute stellen sie sich neu, besonders dann, wenn die Antwort von einer AI kommt.
Danach wollte ich wissen, wie diese Fragen im Klassenzimmer aussehen. Ich habe Deutsch, Spanisch, Niederländisch, Philosophie sowie Darstellen und Gestalten unterrichtet, an einem Gymnasium und einer Gesamtschule in Deutschland und an einer Schule in Enschede. Am Goethe-Institut Niederlande habe ich anschließend viereinhalb Jahre als Expertin für Unterricht in einem Team gearbeitet, das landesweit Ansprechpartner für die Qualität des Deutschunterrichts war, im Austausch mit Schulen, Hochschulen, Botschaft und weiteren Bildungspartnern.
Überall habe ich erlebt, wie sehr ethische und existenzielle Fragen Jugendliche beschäftigen, und dass die Auseinandersetzung mit ihnen zum Kern demokratischen Zusammenlebens gehört. Seit September 2026 arbeite ich selbstständig in den Niederlanden und Deutschland, auf Deutsch, Niederländisch, Englisch und Spanisch.
Aktuelle Projekte und Gedanken teile ich auf LinkedIn.
- SchuleTheater, Chor, Schüleraustausche
- Universität zu KölnGermanistik, Philosophie, Hispanistik, Erziehungswissenschaften; drei Jahre am Lehrstuhl für Erkenntnistheorie
- KlassenzimmerGymnasium und Gesamtschule in Deutschland, eine Schule in Enschede
- Goethe-Institut NiederlandeViereinhalb Jahre Expertin für Unterricht und landesweite Ansprechpartnerin für die Qualität des Deutschunterrichts
- Seit September 2026Selbstständig in den Niederlanden und Deutschland
- Deutsch
- Niederländisch
- Englisch
- Spanisch